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3M Deutschland - Funkgesteuerter Material und Datenfluss

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3MMit einem Portfolio von mehr als 50.000 Produkten gehört das Un-ternehmen 3M heute weltweit zu den leistungsstärksten Herstellern. Das europäische Distributions-zentrum von 3M in Jüchen hat in Rekordzeit seine bestehende Schmalbandversorgung durch ein breitbandiges Funksystem ausgetauscht.In allen Arbeitsbereichen setzt das Unternehmen jetzt Auto-ID Produkte von Intermec Tech-nologies ein. Im Warenein- und ausgang, dem Lager, der Kom-missionierung und dem Versand verwenden die Mitarbeiter mobile und feste Terminals. Über ein draht-loses Wireless Local Area Network (WLAN) werden Arbeitsaufträge an die Handhelds Intermec 2435 und Terminals Intermec 2455 über-mittelt. Lediglich im Bürobereich benutzen die Mitarbeiter fest mit dem PC verbundene Handscanner vom Typ Sabre 1551 und 1553 zur Datenerfassung. An allen Produkten von 3M befinden sich Barcodes, die zusätzlich über einen Klartext bezeichnet werden.

Jeder der Lagerarbeiter erhält seine Anweisungen über die Handgeräte oder Staplerter-minals. Die empfangenen Auf-träge arbeitet er in 20 bis 30 Minuten ab. Dann kommt die nächste Order. Warum wurde ein neues System angeschafft? Hanns-Georg Rybak, Manager Logistiksysteme bei 3M in Jüchen, erinnert sich: “Das alte Schmalband-Funk-system war am Ende seiner Lebensdauer angekommen.” Auch die mobilen Geräte waren nach acht bis neun Jahren gealtert und fielen immer öfter aus. Dadurch stiegen der Instandhaltungsaufwand und damit die Kosten: höchste Zeit also für einen Umstieg. Der Logistikexperte untersuchte eingehend das Marktangebot:Nutzwertanalyse, Ausschrei-bungen und Firmenbesuche begleiteten die Entscheidungs-findung. Die Kostenanalyse zeigte beispielsweise, dass die Instandhaltung der Geräte etwa genauso teuer ist wie die Anschaffungsinvestitionen.

Aus diesem Grund wurde der Preis in der Nutzwertanalyse nur mit 30 Prozent bewertet und hohes Augenmerk auf den Bereich Pre- und Aftersales des Lieferanten gerichtet.

Rasche Migration auf das neue System

Alternativen wie etwa Touchpanels oder die Steuerung über Sprach-synthese kamen für Rybak nicht in Frage: "Touchpanels bringen uns keinen Mehrwert gegenüber kon-trastreichen zeichenorientierten Terminals." Die Spracheingabe scheiterte an den unterschiedlichen Nationalitäten und am umfangrei-chen Aufgabenportfolio, welches die Mitarbeiter im Lager erledigen müssen. Im Logistikbereich arbei-ten 120 Mitarbeiter aus 17 Ländern. Schließlich entschied sich 3M für das Angebot von Intermec. Im Oktober 2002 wurde das Pro-jekt angepackt. Ab Mitte Juli 2003 lieferte Inter-mec die Geräte. Die Lieferung um-fasste 41 Staplerterminals 2455, 32 Handhelds 2435, 60 Scanner des Types Sabre 1551 und 1553 sowie 30 WAAccess Points. Seit August 2003 befindet sich das komplette System in Betrieb. Die einzelnen Stapler wurden suk-zessive mit den neuen Terminals ausgestattet und konnten nach wenigen Minuten ihre Arbeit fortsetzen. Die bestehende An-wendung, eine Telnet-Emulation, konnte leicht geändert auf die neuen Geräte portiert werden. Rybak lobt den dafür notwen-digen Support von Intermec: „Die Zusammenarbeit war sehr gut." Weitere Argumente für den Lieferanten waren die Robustheit der Geräte und die hohe Lebensdauer. Darüber hinaus besitzt Intermec im Be-reich der Auto-IDLösungen durch Eigenprodukte wie etwa Drucker, Scanner, Mobile Com-puter, Funknetzwerke eine hohe Gesamtkompetenz.

Obendrein verfügt das Unternehmen über Software-Know-how in den Be-reichen Terminalemulation, Client/Server sowie ERP-Middleware und gewährleistete damit eine optimale Abstimmung der einzelnen Kompo-nenten innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette. Erhebliche Kosteneinsparungen er-hofft sich der Logistikexperte durch die verbesserte Akku-Technik: Die neuen Lithium-Ionen-Speicher lassen sich etwa zwei Jahre lang nutzen. Dagegen waren die Akkus der bis-her genutzten Geräte bereits nach weniger als einem halben Jahr verbraucht.

Sicherheit mit hohem Stellenwert

Die Mitarbeiter waren frühzeitig in die Entscheidung eingebunden. Eine Gruppe von drei Mitarbeitern aus der Produktion konnte die angeschafften Geräte ausprobieren und ihr Urteil durch eine Checkliste abgeben. „Die meisten Mitarbeiter waren nach zwei bis drei Minuten Einweisungszeit einsatzbereit", weiß Rybak.

Der Grund dafür ist die intuitive Bedienbarkeit der Geräte, die nicht nur den Entscheider Rybak überzeugte, sondern auch bei den Mitarbeitern für eine große Akzeptanz gesorgt hat. Lediglich für die Anfangszeit verwendeten einige Mitarbeiter eine kaschierte Folie, die über oft genutzte Tastenkombinationen informierte. Die weitläufigen Gebäude werden von 30 Access-Points Intermec WA22 ausgeleuchtet, die über ein Netzwerkkabel mit den Switches verbunden sind. Ein ausgeklügeltes Backup-System verhindert den Ausfall des Funk-netzes, auch wenn einzelne Kom-ponenten versagen. "Wir haben bisher mehrere Ausfälle von Geräten oder Leitungen regis-triert, das WLAN hat aber immer bestens funktioniert“, versichert Rybak. Großen Wert legte 3M auf die Abhörsicherheit: Eine eigens be-schaffte Firewall und die Ver-schlüsselung der Daten verhin-dern sowohl das Eindringen von Außenstehenden als auch die unerlaubte Nutzung des Netzes. Die Sicherheit gegen Ausfälle und unerlaubte Mithörer waren nicht billig: Dafür musste das Un-ternehmen etwa 40 Prozent der Projektkosten einräumen. "Das erreichte Sicherheitsniveau war uns das aber wert“, meint Rybak.

Gute Erfahrungen: Robuste Geräte und einfache Skalier-barkeit die Erfahrungen mit dem neuen System sind rundum positiv. "Früher mussten die Mitarbeiter bei Last-schwankungen ein paar Sekunden warten, bis der Auftrag im Gerät ankam“, berichtet Rybak. Diese Wartezeiten sind mit dem WLAN-System vorbei. Ein weiterer Vorteil der Funktechnik: mögliche Er-weiterungen des Logistikzentrums lassen sich durch weitere Access- Points denkbar einfach vornehmen. Darüber hinaus hebt Rybak die Robustheit der Geräte, die Ergo-nomie und die Funktionalität hervor. Beispielsweise lässt sich ein Remapping von einzelnen Zeichen durchführen. Wie robust die Terminals Intermec 2455 sind, zeigte sich in dem Jahr-hundertsommer 2003. Die Geräte widerstanden der prallen Sonne und funktionierten trotz der Tem-peraturen, die nahe an 40° Celsius heranreichten.

Selbst Stöße und Erschütter-ungen auf den Staplern stecken die Terminals ohne Probleme weg. Gleichzeitig ist der Aufwand für die Lagerhaltung und die Instand-haltung gesunken. Rybak berichtet: „Wir haben ursprünglich einige Geräte als Sicherheitsreserve für Ausfälle beschafft. Im Nachhinein haben wir entdeckt, dass wir zu viele Reservegeräte gekauft haben.“

Der amerikanische Konzern Minnesota Mining and Manu-facturing (3M) betreibt mehrere Logistikzentren, die über ganz Europa verteilt sind. Nachdem auch in den anderen Nieder-lassungen der Umstieg beziehungs-weise die Erweiterung auf die WLAN-Technik bevorsteht, gibt Rybak seine positiven Er-fahrungen mit der Technik von Intermec an die Kollegenweiter: “Wir stehen in engem Kontakt und tauschen unsere Analysen aus.”

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