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Carlsberg Bier ist vielleicht eine der bekanntesten Exportprodukte aus Dänemark. Als einer der wich-tigsten weltweiten Player ver-markten die Carlsberg Brauereien Bier, Softdrinks und Mineralwasser mit einer hohen Marktpräsenz in Europa sowie Asien. Im Jahr 2003 setzte das Unternehmen 4,65 Mrd.Euro um und erwirtschaftete ein Betriebsergebnis von 480 Millionen Euro. Weltweit produzierte Carls-berg acht Milliarden Liter Bier und zwei Milliarden Liter Softdrinks. Das Brauen des Bieres ist nur eine der Herausforderungen des Unter-nehmens. Mindestens genauso wichtig ist, dass die Kunden von Carlsberg genau und pünktlich das bekommen, was sie bestellt haben. Dies erfordert eine gutfunktionie-rende Logistik. Als innovatives Un-ternehmen setzt Carlsberg bereits seit Jahren auf automatische Daten-erfassung, um die Logistik-Abläufe zu unterstützen. Als die DOS-ba-sierten Handheld-Geräte, die in den nordeuropäischen Staaten wie etwa Dänemark, Schweden, Norwegen oder Finnland eingesetzt wurden, veraltet waren, suchte das Unter-nehmen eine gemeinsame Lösung für diese vier Länder. Das neue System sollte die bisher einge-setzte Hardware und die An-wendungen ablösen. Der robuste Handheld-Computer 760 Color von Intermec schien genau das passende Gerät zu sein. Er verwendet das neueste Betriebssystem Windows CE und bietet eine einzigartige Kombination der drei Funk-techniken GSM/GPRS, WLAN 802.11b sowie Bluetooth für die Kurzstreckenübertragung.
Die neue Technik wurde entwickelt, um eine gemeinsame Plattform mit einer für alle Nutzer gleichen Soft- ware und Hardware aufzubauen. Dennoch sollte die Lösung die regionalen Unterschiede in jedem Land berücksichtigen. Das Hand- held-Terminal-Projekt war Teil des Nordlicht-Programms von Carlsberg, um alle nordeuropäischen Länder auf SAP R/3 zu migrieren. Während einige Regionen sofort SAP R/3 einsetzen, sollten die übrigen Staaten erst später von dem bisher genutzten Movex-System auf SAP umsteigen.
Carlsberg ist dazu verpfl ichtet, die offene Plattformen zu nutzen und muss sicher sein, dass auch die Zulieferer gern in dieser Anwen- dungsumgebung arbeiten. Mary Irwin, Projekt-Managerin bei Carls- berg erinnert sich an den Anfang: „Wir wählten die Software für dieses Projekt von PSI Systems vor dem April 2003 und suchten anschlies- send den besten von drei Hard- warelieferanten.“
Darüber hinaus gab es noch eine Anzahl von technischen Aspekten für die Entscheidung von Carlsberg: Die neuen Terminals sollten für die Fahrer ohne viel Trainingsaufwand leicht zu bedienen sein. Zudem sollten die Anzeigen Anwendungen von vier Ländern beherrschen und in der jeweiligen Landessprache Schwedisch, Norwegisch, Dänisch und Finnisch erhältlich sein. Die bis- her genutzten Geräte auf Basis des DOS-Betriebssystems machten es schwierig und teuer, Änderungen umzusetzen. Dagegen erleichtert der Color 760 die Einführung neuer Funktionen, da er das neueste Be- triebssystem Microsoft Windows for Mobile nutzt, das den Einsatz eines Browsers zulässt und auch die .Net- Anwendungen von PSI unterstützt. Aufgrund des Arbeitsspeichers von 64 MByte hat die Brauerei die Option, das Gerät als Thick-Client mit vollem Funktionsumfang einzusetzen. Dies ist beispielsweise dann wichtig, wenn das Gerät zeitweise keine Verbindung zum Host hat.
Die Fahrer von Carlsberg verlas-sen nun ihr Warenlager oder Distributionszentrum mit einer kompletten Lieferanweisung, die auf den mobilen Computer ge-laden wurde. Sobald der Lastwa-gen die einzelnen Kunden anfährt, stehen dem Mitarbeiter alle not-wendigen Daten wie etwa Adres-sen oder die bestellten Liefermen-gen zur Verfügung. Alle Abwei-chungen werden einfach in dem Gerät eingegeben, während die Daten in Echtzeit über eine GPRS/GSMbeziehungsweise WLAN-Verbindung zum Host übermittelt werden.
Dagegen nutzen die finnischen Fah-rer die kleinen PB20-Drucker für Dokumente mit 2 Zoll Breite. Für das Quittieren der Lieferung kann der Kunde direkt auf der Anzeige des Color 760 mit einem Touch-Pen unterzeichnen. An-schließend scannt der Fahrer leere Dosen und Flaschen, die von dem Kunden gesammelt wurden. Das Terminal sendet diese Daten an die Zentrale zurück und liefert so einen transparenten Überblick über das zu erwartende Leergut. Es gab auch Fahrer, die nicht mit Mobiltelefonen ausgestattet waren. Deshalb rüstete das Unternehmen die 760 Color Geräte so auf, dass sie auch für die Telefonie eingesetzt werden können.„Die Echtzeitfunktion sowie die papierlose Abwicklung machen das ganze System viel effizienter, so dass der Fahrer keinen Download über eine Dockingstation oder per Kabel benötigt“, kommentiert Irwin. „Wir haben das System entworfen, um den Nutzen von Echtzeitverbin-dungen zu maximieren und die Verwendung von Dockingstationen überflüssig zu machen. Darüber hinaus werden künftig auch Soft-wareupgrades über die Funkver-bindung vorgenommen – ein weiteres Beispiel dafür, wie diese Kommunikationstechnik zur weiteren Reduzierung von Kosten eingesetzt werden kann.“
Die Verfügbarkeit des Systems ist sehr wichtig. Carlsberg hatte bereits seit einigen Jahren Intermec-Pro- dukte im Einsatz und kannte die sprichwörtliche Robustheit der Geräte. Falls trotzdem eines der Geräte ausfallen sollte, greift das Unternehmen auf die Service- kapazitäten von Intermec zurück. Irwin beschreibt die Maßnamen, um hohe Verfügbarkeiten zu garantieren: „Intermec empfahl, dass wir einen kleinen Pool an Reservegeräten in jedem größeren Lager oder Distributionszentrum einrichten. Sobald ein Problem auftritt, erhält der Fahrer sofort ein Ersatzgerät, während das feh- lerhafte Terminal an Intermec zur Reparatur geschickt wird. Obwohl wir diesen Service bis jetzt kaum genutzt haben, trägt er doch dazu bei, eine fast hundertprozentige Verfügbarkeit zu erreichen.“
Nachdem Carlsberg das neue Sys- tem in allen nordeuropäischen Ländern eingeführt hat, plant das Unternehmen den weiteren Einsatz der Technik in anderen Bereichen, beispielsweise für den Vertriebsbereich sowie für Teile der Produktion und der Zuliefer- kette. Die nordischen Länder besitzen eine Pilotfunktion bei der Einführung neuer Techniken. Darüber hinaus denkt das Unter- nehmen an die Ausdehnung des erfolgreichen Projekts in wei- teren Regionen.
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