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Effizientes, lückenloses Tracking und Tracing bei Tiefkühlwaren: Das Detail steckt im Etikett

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HAVI LogisticsSystemgastronomie. In diesem Geschäft ist klar, dass der Qualitätssicherung eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Für ein hochspezialisiertes Logistikunternehmen wie die HAVI Logistics GmbH, die unter anderem sämtliche europäische Restaurants des vermutlich bekanntesten Burger-Konzerns der Welt mehrmals wöchentlich mit Foodund Non-Food-Artikeln beliefert, ist sie daher ein zwingendes Muss; genauso wie ein lückenloses Tracking und Tracing – die komplette Verfolgung der Ware vom Wareneingang bis hin zur Filiale. Um dies zu gewährleisten, wird die Ware bei HAVI Logistics digital erfasst und alle relevanten Informationen auf einem Barcode-Label hinterlegt. Da man durchgängig nur einen Etikettentyp einsetzen wollte, bedurfte es eines Labels, das in allen drei bei HAVI Logistics vorkommenden Lagerbereichen zuverlässig hält. Zudem sollten die Barcode-Etiketten wieder rückstandslos ablösbar sein, da sie zum Teil auch auf Mehrwegbehälter geklebt werden. Mit dem Neusser Systemintegrator, der Rodata GmbH, fand man schl eßlich die passende Lösung – und den passenden Partner für das „Spezialetikett“.

Die HAVI Logistics GmbH mit Hauptsitz in Duisburg ist „The Global Lead Logistics Provider“ für die Food Service Industry. Mit 44 Distributionszentren in 26 Ländern, 4.799 Mitarbeitern, einer Fahrzeugflotte mit 567 Lkw und einem Umsatz von 3,3 Milliarden Euro zählt das Unternehmen zu den Größten seiner Branche. HAVI Logistics bietet den Franchisenehmern seines Systemgastronomie-Großkunden ein „voll integriertes System“, um alle Foodund Non-Food Artikel zentral, mit nur einem Ansprechpartner einkaufen zu können. HAVI Logistics kauft auf eigene Rechnung bei den Markenlieferanten ein und verkauft die Ware dann weiter an die einzelnen McDonald’s-Restaurants, die von ihnen auch mit eigenen Lkw beliefert werden.

„Unser Geld verdienen wir klassisch mit Logistikdienstleistungen. Allein 2008 haben wir 2,1 Millionen Tonnen Ware ausgeliefert“, sagt Gerold Wichern, Senior Manager Transport Deutschland am Hauptsitz in Duisburg. Und an eben diese Logistikdienstleistungen richtet der Kunde höchste Ansprüche: gleichbleibend h he Qualität der eingekauften Ware, termingenaue Lieferung und Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften an die Hygienestandards und Lebensmittelsicherheit.

Die Mitarbeiter in allen europäischen Distributionszentren kommissionieren für ihre Kunden in drei Temperaturzonen: im Trockenlager, in dem bei 5 bis 25 Grad Celsius zum Beispiel Verpackungsmaterialien oder Promotionartikel aufbewahrt werden; im Frischelager, in dem in einem Temperaturbereich von 1 bis 3 Grad Celsius beispielsweise frisch geernteter Salat zwischengelagert wird; und schließlich im Tiefkühllager mit Temperaturen bis zu -23 Grad Celsius, in dem Hamburgerfrikadellen oder Hähnchen- Nuggets tiefgekühlt vorgehalten werden. Den Temperaturschwankungen um bis zu 40 Grad Celsius hielten die meisten Etiketten schlichtweg nicht stand, die HAVI Logistics während der Pilotphase auf die Behälter und Paletten klebte. Was bei Plusgraden noch zuverlässig hielt, löste sich ab, sobald das Thermometer unter Null sank – oder umgekehrt. „Die wenigen Barcodeaufkleb r, bei denen dieses Problem nicht auftrat, ließen sich dafür nicht rückstandsfrei ablösen“, so Wichern. Doch genau das war Voraussetzung im Hinblick auf die Mehrfachverwendung einiger Behälter. Man schien vor einem echten Problem zu stehen, aber – wie sich letztlich herausstellte – war es ein überwindbares.

„Für das Unternehmen, das uns früher mit den Spezialetiketten versorgt hat, war diese Aufgabe nicht Teil des Kerngeschäfts – entsprechend wenig zufriedenstellend war die Servicequalität“, erläutert Wichern. 2008 hat er sich mit seinem Team daher auf die Suche nach einem neuen Lieferanten gemacht und schließlich in Rodata den richtigen Partner gefunden. Der herstellerunabhängige Systemintegrator, dessen Produktportfolio die gesamte Hardwarepalette im Mobile Computing und der Automatic Identification umfasst, ist damit auch spezialisierter Ansprechpartner für den Themenbereich Drucker und Etiketten und stellte eine adäquate Lösung vor. Zudem überzeugte das Unternehmen auch im Hinblick auf Preis und Lieferqua ität. Die Lieferqualität ist gerade bei einem Etikettenvolumen in Millionenhöhe – 5 Millionen Aufkleber im DIN-A5-Format kommen jährlich aus den HAVI-Logistics-Druckern – ein echtes K.o.-Kriterium. Eine ausreichende Verfügbarkeit des Etikettenmaterials ist seitens Rodata garantiert. Alle zwei Monate geht eine Lkw-Lieferung mit Etikettenrollen nach Duisburg, von wo aus sie an alle HAVI-Logistics- Distributionszentren über die EU hinaus in ganz Europa weiter verteilt werden – Logistik für den Logistiker.

Die rechtlichen Vorschriften – die 2005 in Kraft getretene EU-Verordnung zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und weitere Regelungen wie die Richtlinie für Food Contact Material sowie die beschlossene Spielzeug-Verordnung – ließen das Unternehmen bereits in den Jahren 2003 und 2004 auf Auto-ID und die beleglose Kommissionierung umsteigen. Seit 2005 sind die Mitarbeiter im Lager mit mobilen Terminals ausgerüstet und jede Lieferung bei HAVI Logistics trägt ein Barcode- Label. Drahtlos werden so di einzelnen Kommissionieraufträge vergeben und abgearbeitet. Ist ein Auftrag abgeschlossen, werden die Auftragsdaten barcodetechnisch aufbereitet und direkt an einen Drucker übertragen, auf dem dann das entsprechende Etikett ausgedruckt wird. Bei der Druckerauswahl wurde HAVI Logistics im Sortiment des Druckerherstellers Intermec fündig. Der Hersteller punktete bei dem Projektverantwortlichen Wichern und seinen Kollegen nicht nur aufgrund hoher Produktqualität. Intermec erhielt den Zuschlag vor allem auch wegen seines Druckkopfaustauschprogramms. Da Havi auch die Etiketten über Intermec bezieht, gewährleistet der Hersteller im Rahmen dieses Programms den kostenlosen Austausch des Druckkopfs jedes Druckers über seine gesamte Lebensdauer hinweg. Die insgesamt 127 Hochleistungs-Thermotransferdrucker vom Typ Intermec PX6i sind derzeit an verschiedenen Stellen in 29 der 43 europäischen Distributionszentren von HAVI Logistics im Einsatz. Unter anderem auch im Tiefkühlbereich, wo sie in beheizten Spezialschränken unt rgebracht sind und funktechnisch ihre Daten problemlos über ein WPA2- verschlüsseltes WLAN bekommen. „Die Alternative wäre gewesen, dass wir die Drucker in wärmeren Bereichen aufstellen, aber dann hätten wir zum einen durch die eigentlich unnötigen Wege mehr Zeit für das Kommissionieren benötigt und zum anderen die Handheld-Terminals, mit denen wir die Warenströme im Lager verwalten, ständigen Temperaturwechseln ausgesetzt“, so der Logistik-Experte. Mit der Sonderlösung können heute die Barcode-Labels an Ort und Stelle, unabhängig vom Temperaturbereich, gedruckt werden. Von der Zusammenarbeit mit Rodata zeigt sich der Senior Manager begeistert: „Wir geben die hohen Anforderungen unserer Kunden an unsere Lieferanten weiter. Rodata hat sich zwar von Anfang an bewährt, musste sich aber dennoch von uns ständig mit den Wettbewerbern messen lassen. Da wir aber niemanden gefunden haben, der uns in Preis und Leistung, Umgang und Betreuung so überzeugt hat, hatten wir auch keine Schwierigkeiten, uns längerfristig zu b nden“, erklärt Wichern. Aus dem ursprünglich auf ein Jahr befristeten Etiketten-Kontrakt ist ein Drei-Jahres- Vertrag mit einem Gesamtvolumen von 16,5 Millionen Etiketten geworden; Tendenz steigend. „Das bedeutet vereinbarte und stabile Preise für den gesamten Zeitraum und damit eine erhöhte Planungssicherheit für HAVI Logistics“, fügt Andreas Soltysiak, Vertriebsmitarbeiter bei Rodata, hinzu. Zudem kümmern sich die Neusser auch um die Belieferung der Farbbänder sowie um Neu- und Ersatzbeschaffungen im Hardwarebereich.

Die Barcodeidentifizierung wird auch in Zukunft bei HAVI Logistics das ID-Medium erster Wahl sein. Längst nicht mehr nur, weil es der Gesetzgeber vorschreibt und die Prozesse schlanker geworden sind. „Für die Qualitätssicherung ist die Auto-IDTechnik schon ein großer Gewinn“, räumt Wichern ein. Die Rückverfolgbarkeit ist einfacher, fehlerhafte Chargen lassen sich per Knopfdruck blocken. „Qualitätsfehler sind bei uns zum Beispiel zu wenig Sesamkörner auf dem Burger-Brötchen, also rein optische M ngel“, erläutert der Logistik-Experte. Dass Ware gesperrt wurde, weil sie zum Verzehr ungeeignet war, ist bei HAVI Logistics noch nicht vorgekommen.

In Zukunft wollen HAVI Logistics und Rodata auch weiterhin eng zusammenarbeiten.

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