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Intersnack: Ohne Barcode kommt nichts in die Tüte

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IntersnackMit über 3.500 Mitarbeitern europaweit produziert Intersnack all das, was zu einem guten Fernsehabend gehört: Chips und Knabbergebäck in verschiedensten Varianten. Neben qualifizierten Mitarbeitern ist es dabei in erster Linie der eingesetzten, innovativen Technik zu verdanken, dass Intersnack Marktführer im Bereich Salzige Snacks ist. In Deutschland steuert und überwacht ein SAP-System im Verbund mit einem Barcodesystem alle Bewegungen der Waren. Via Barcodescan werden eingehende Waren erfasst, Lieferdaten übermittelt, Umbuchungen vorgenommen, Proben-Entnahmen ausgelöst, Chargen verfolgt sowie fertige Waren kommissioniert. Auf diese Weise kann der Hersteller seine Produkte und damit auch den Einsatz der Ausgangsmaterialien jederzeit punktgenau nachverfolgen und erfüllt so die EUVerordnung 178/2002.

Die Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG entstand 1995 als Zusammenschluss der Convent-Gruppe und Wolf Bergstrasse. Sie ist seitdem mit den Marken Chio, funny-frisch, Pom-Bär und goldfischli Marktführer im Bereich Salzige Snacks in Deutschland. An vier deutschen Standorten werden rund 50 verschiedene Varianten von Kartoffel- und Stapelchips, Teigsnacks, Extruder- und Pelletprodukten, Salz - und Laugengebäck hergestellt, täglich rund 1,7 Mio Beutel. Für die Produktion werden dabei unzählige Rohmaterialien benötigt. Angeliefert in großen Mengen und in verschiedensten Formen, wie Paletten oder flüssig durch Silofahrzeuge, stehen die Intersnack-Qualitätsmitarbeiter nicht erst seit Inkrafttreten der EUNorm 178/2002 vor der täglichen Herausforderung, die Produkte zu sichten, Mengen zu erfassen, diese in das interne Warenwirtschaftssystem einzupflegen und Proben für Qualitätsanalysen zu entnehmen. So müssen bereits seit dem 1. Januar 2005 Lebensmittelproduzenten ihre Prozesse dokumentieren, um im Ernstfall später Rückrufaktionen zu erleichtern. Die EU-Basis Verordnung 178/2002 schreibt vor, dass sich alle Bestandteile eines Lebensmittels nachverfolgen lassen. Daher ist auch während der Produktions-, Lager- und Auslieferungsprozesse eine ständige Kontrolle und Dokumentation vonnöten.

"Ein kompliziertes, fehleranfälliges und zeitraubendes Unterfangen", sagt Dr. Ronald Schrödter, Leiter Qualitätswesen bei Intersnack. "Gerade, wenn man eine solche Dokumentation in Papierform erledigt, so wie es bei uns bis Mitte 2007 der Fall war."

Lebensmittelproduktion mit hohen ITAnforderungen

Um die logistischen Vorgänge zu vereinfachen und die sicherheitstechnischen Vorgaben des Lebensmittelgesetzes noch exakter zu erfüllen, entschied sich Intersnack 2007 dazu, das vorherige auf Papier basierende System abzuschaffen. Die mit der Hand auszufüllende Formularvariante sollte durch einen automatisierten Scanprozess inklusive einer Echtzeit-Datenübermittlung in das bereits bestehende SAPWarenwirtschaftssystem abgelöst werden. Dies zu installieren lag ebenso wie die Geräteauswahl und die Programmierung ganz in den Händen des erfahrenen Auto-ID Komplettanbieters OPAL.

"Wir hatten bereits genaue Vorstellungen als wir OPAL kontaktiert haben. RFID kam aufgrund der hohen Strahlenbelastung durch Elektromotoren und Förderbändern in unseren Produktionsumgebungen nicht in Frage. Mit Barcode stand uns ein ausgereiftes Identifikationssystem zur Verfügung, dessen Standardisierung seit Jahrzehnten durch die GS1 vorangetrieben wird. Dessen Einführung bot auch unseren Lieferanten einen echten Mehrwert. Schließlich sollten diese die angelieferte Ware bereits mit Barcodes versehen." Eric Schambach, der projektverantwortliche Key Account Manager bei der OPAL Associates GmbH erinnert sich: "Intersnacks Anforderungen waren klar umrissen: Ziel war, eine Vereinfachung des gesamten Dokumentationsprozesses und dessen Verknüpfung mit SAP sowie die Erhöhung der Datenqualität zu erreichen. Zudem sollten die eingesetzten Geräte leicht zu handhaben sein und verlässlich funktionieren. Schließlich sollten alle Mitarbeiter problemlos mit den Handheld- Computern arbeiten können." Nach eingehender Sichtung der Produktionsabläufe bei Intersnack ergänzte OPAL die Ansprüche an den einzusetzenden Barcode-Scanner um die Aspekte Robustheit und Scan-Exaktheit. "Die Abläufe bei Intersnack stellen besondere Anforderungen an Handheld- Computer: Sie müssen sowohl der Nässe im Bereich der Kartoffelverarbeitung trotzen, als auch der großen Hitze nahe der Backstraßen", erklärt Eric Schambach. "Zudem waren Geräte gefordert, die auch auf einige Entfernung Barcodes exakt lesen können. Darüber hinaus werden viele Halbfabrikate in übermannshohen Regalsystemen gelagert, so dass Mitarbeiter die Etiketten mit einigem Abstand einlesen müssen."

Hand in Hand mit der IT inhouse

Start des Pilotprojekts war Mitte 2007 im Werk Grevenbroich. "Hier hatten wir die Nähe zu unserer IT-Abteilung in Köln. Wir wollten, dass unsere Mitarbeiter bei der Installation dabei sind, um so bei späteren Anfragen erster Ansprechpartner sein zu können", sagt Dr. Ronald Schrödter. Nach Sichtung und Testdurchläufen verschiedener Geräte, fiel die Entscheidung auf den Barcode-Scanner CK31ex von Intermec. Der Handheld- Computer liest und decodiert 1D-, 2D-, Composit- sowie Postal-Codes unabhängig von der Distanz und dem Scan-Winkel. Während bei einem Laser- Scanner der Barcode zum Einlesen sehr genau angepeilt werden muss, sind mit dem Imager des CK31ex mehrere Scan- Winkel möglich. Fehlerfrei liest die Scanengine selbst auf einfachem Papier gedruckte Barcodes in weiter Entfernung, bei ungünstigen Lichtverhältnissen und selbst dann, wenn der Barcode teilweise unvollständig oder verdeckt angebracht ist. Ein weiterer Vorteil des CK31ex ist, dass die Mitarbeiter Bilder von der Lieferung machen können, um etwa beschädigte oder nicht versiegelte Ware zu dokumentieren.

"Die Möglichkeit des CK31ex, aus hoher Distanz, in jede Richtung und auch aus ungünstigen Winkeln heraus zu lesen, erleichtert unsere Arbeit enorm," bestätigt Dr. Schrödter. "Unsere Produktion läuft fünf Tage die Woche 24 Stunden lang im Dreischichtbetrieb. Da muss auch ein zuverlässiges Erfassen beispielsweise von eingeschweißten Chargen gegeben sein, um den Produktionsablauf nicht zu verzögern." Zudem ist der Mobile Computer nach IP64 zertifiziert: Er ist damit flexibel in den anspruchsvollen Intersnack- Arbeitsumgebungen mit hohen Temperaturen oder auch Spritzwasser und (Gewürz-)Staub einsetzbar. Ausgestattet mit einem hellen ¼ VGA Farb-Touch- Display und nach Bedarf ergänzbaren Pistolengriff können die Mitarbeiter mit wenigen Handgriffen den Scanvorgang durchführen und eventuell notwendige Zusatzinformationen über das Display eingeben. Dies ist allerdings nur in geringem Umfang notwendig, da die Geräte mit individuell für Intersnack entwickelten Erfassungsmasken bestückt worden sind. Diese haben folgende Felder: Benutzer, Passwort, Datum und Wareneingang. Danach können die entsprechenden Angaben (Materialnummer und Menge) mit dem Barcodescanner eingelesen, mittels zertifizierter Schnittstelle direkt in das SAP R/3-System übertragen und dort zeitnah verbucht werden. Die Datenerfassung erfolgt online via WLAN.

"Alle Mitarbeiter sind durch den deutlich gestrafften Vorgang zu jeder Zeit in der Lage, Auskünfte über Produktions- und Lagerstati zu geben", meint Dr. Schrödter zufrieden. "Der Informationsfluss endet erst, wenn unsere Erzeugnisse beim Kunden eingehen." Denn auch beim Warenausgang wird direkt aus SAP R/3 ein Etikett, versehen mit Materialnummer und Mengeneinheit, in Form eines Barcodes durch die Lagermitarbeiter ausgedruckt. So werden die Intersnack-Produkte bis zur Auslieferung durch den Intersnack- Frischedienst stets im Auge behalten.

Barcodeprojekt mit positiven Erfahrungen

Das Pilotprojekt in Grevenbroich inklusive aller Programmierungsarbeiten war nach sieben Monaten abgeschlossen. Die dort erprobten Prozesse wurden anschließend auch in den anderen drei Produktionsstandorten installiert und individuell auf deren Gegebenheiten konfiguriert. Um Lücken in der Dokumentation auszuschließen, wurde die Aufschaltung 2008 in den vier Standorten zeitlich versetzt vorgenommen.

"Wir sind mit der Betreuung durch OPAL sehr zufrieden. Änderungen wurden schnell und unkompliziert umgesetzt", äußert Dr. Ronald Schrödter. "Immerhin mussten Access Points, Drucker und Scanner verschiedener Hersteller aufeinander und auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Produktionsumgebung abgestimmt werden. Und auch heute bedürfen unsere Prozesse noch der ständigen Kontrolle und Wartung. Mit dem umfangreichen Service von OPAL kein Problem."

"Für uns steht fest, dass die Entscheidung für die Intermec Produkte die richtige war", resümiert Dr. Ronald Schrödter, Leiter Qualitätswesen und verantwortlicher Projektleiter bei Intersnack. "Wir haben auch schon früher Intermec Geräte genutzt und hatten uns diesmal wieder aufgrund des ausgewogenen Preis-Leistungs- Verhältnisses für diese entschieden. Bis heute erweitern wir für noch mehr Effektivität unser Geräteportfolio um weitere Intermec Barcode-Scanner."

Die Ergebnisse des Barcodeeinsatzes bei Intersnack liegen klar auf der Hand: Die Mitarbeiter werden entlastet, da sie keine manuellen Buchungen und Aufschreibungen mehr vornehmen müssen. Der Material- und Datenfluss ist nun miteinander verzahnt, alle Intersnack-Mitarbeiter verfügen zeitnah über die genauen Produktionsdaten. Kundenanfragen können damit jederzeit und von jedem Ort aus zügig beantwortet werden. Ein langwieriges Zusammensetzen verschiedenster "Puzzleteile" an Informationen mittels Dokumentensichtung vor Ort gehört der Vergangenheit an. "Ziel war, denSichtungsprozess, der etwa aufgrund von Kundenanfragen gestartet wurde, von sechs Stunden Dauer auf 10 Minuten zu kürzen. Die ist uns klar geglückt", meintDr. Ronald Schrödter zufrieden.

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